About the winery

Gründung: 1991
Fläche: 9,0 ha
Weinbaugebiet: Franken
Zone: A
Gemeinde: Iphofen
Lagen: Echter Berg, Kalb, Küchenmeister, Kronsberg
Anzahl Parzellen: 23
Rebsorten: Silvaner, Scheurebe, Spätburgunder, Weissburgunder, Riesling, Müller-Thurgau, Bacchus, Chardonnay
Boden + Typizität: Einzigartige Keuperböden
Relief (Meereshöhe, Exposition): 250 – 350 m

Arbeit im Weinberg: Fast ausschließlich händisch – Biozertifiziert. Die Pflege der alten Weinberge ist uns besonders wichtig. Bis zu 60 Jahre alte Stöcke, die teilweise auch nur manuell bearbeitet werden können. Was von Hand zu erledigen ist, wird auch so gemacht, um ein bestmöglichstes Ergebnis zu erzielen. Ein perfekt gepflegter Weinberg ist das schönste für einen Winzer. 

Methoden Kellerei: Verzicht auf Alles. Kein Schwefel, keine Schönung, keine Filtration.
Teilweise noch Pressung über eine alte Korbpresse (80Jahre alt) und trübe Vergärung in den alten Holzfässern. Die Holzfässer sind ein elementar wichtiger Teil unserer Weinbereitung.

Erster Kontakt mit der Rebe wann/ wie/ wo: 
Aufgewachsen auf dem Familienweingut – sprich schon immer. 

Warum bist Du Winzer? 
Weil es ein erfüllender und unglaublich vielseitiger Beruf ist – außerdem ist es was tolles etwas eigenes zu erzeugen, womit man andere Menschen begeistern kann. Auch der Kontakt mit vielen interessanten Menschen beim Verkaufen ist ein positiver Effekt. 

Wo und mit wem hast Du gelernt mit Reben zu arbeiten und Wein zu vinifizieren und ein Weingut zu leiten: 
Ich habe ganz klassisch eine Ausbildung gemacht (2011-2013) und anschliessend diverse Praktikas. Die prägendste Zeit war für mich mein Weinbaustudium in Geisenheim, wo ich viele tolle Freunde kennengelernt habe. Übers gemeinsame Trinken und Verkosten, sowie Weingutsbesuche sind wir dann auf eine Stilistik gekommen und haben uns weiterentwickelt. 

Team Weingut:
Mutter,Vater, Oma und Opa. Während der Lese auch Familie und Freunde.

« Rebe », was bedeutet das für Dich, oder was fällt Dir spontan ein? 
Leben.

Lieblingswein? 
Zu viele – ich bin ein großer Fan des Jura. Vor allem die Gegend um Arbois. Von Trousseau über Poulsard bis zu den grandiosen Chardonnays mag ich alles äußerst gerne. Als Franke bin ich natürlich auch großer Fan des Silvaners, der eine unglaublich vielseitige Rebsorte ist.

Was ist Deine Inspiration bei der Vinifikation? 
So natürlich wie möglich zu arbeiten und Grenzen auszutesten. Ich will außerdem Weine machen, die Spaß machen zu trinken. Sie dürfen und sollen auch anecken, aber der Spaß darf nie vergessen werden.

Winzer, die Du schätzt? 
Sehr viele  – in Deutschland 2Naturkinder, Ziereisen, viele meiner Freunde, mit denen ich studiert habe – Andi Mann, Jason Groebe und Martin Wörner. Außerdem bin ich großer Fan von Des Cavarodes, Ganevat, Overnoy-Houllion und so weiter 🙂
Es gibt so viele sehr gut arbeitende Kollegen, die es zu schätzen gilt. 

Welche Materialien bevorzugst Du im Keller für Gärung und Ausbau und warum: 
Ich finde Holzfässer unglaublich wichtig für die Art der Weinbereitung wie wir sie machen – sprich Naturwein. Es ist der natürlichste Stoff eines Behältnisses und macht die mit Abstand harmonischste Gärung. 

Ein wichtiger Aspekt Deiner Arbeit im Weinberg:
Mir sind die alten Weinberge unglaublich wichtig und wir scheuen keine Mühe, diese zu erhalten und zu pflege, so dass sie uns noch lange erhalten bleiben. Außerdem liebe ich gepflegte Weinberge, in denen man merkt, dass der Mensch und die Natur perfekt zusammen arbeiten. Schöne Begrünungen, gesunde Reben usw. 

Der Charakter Deiner Weine:
Geprägt durch die Keuperböden sind unsere Weine eher herb und kantig – vor allem die Würze und Kantigkeit kommen beim Keuper immer sehr schön raus. Es ist eine ganz eigene Stilistik, die es sonst nicht so oft gibt. Auch eher fruchtige Rebsorten, wie Scheurebe sind immer mit einer knackigen Würze gepaart.

Wenn Du die Möglichkeit hättest eine Gegebenheit bezüglich Deines Weinbergs oder Deiner Weinkellerei zu ändern, was würdest Du ändern: 
Auch wenn es komisch ist so über sich zu schreiben bin ich sehr perfektionistisch. Ich glaube, dass wir eine sehr gute Art und Weise haben unsere Weine zu erzeugen. Als junger Winzer strebt man aber immer weiter nach Perfektion – ich glaube nicht, dass wir was an der Art und Weise ändern sollten, nur mit noch mehr Erfahrung können wir unsere Weinberge noch besser und vor allem gezielter pflegen. 

« Naturwein »
Mit Abstand die beste Art Wein zu machen und zu trinken – lebendiger und tiefer als klassischer Wein (Filtriert /Schwefel usw.)

Projekte und/ oder Utopien:
Den Silvaner wieder groß machen und den Leuten zeigen, was für eine geniale Rebsorte das ist. Die unterschiedlichen Böden zeigen sich durch ihn besonders perfekt.

Ein netter Ort, um Wein zu trinken:
Überall aber mit guten Leuten.


Alle Weine von Andi